Vielleicht kommen auch Sie auf die Idee, ein Buch veröffentlichen zu wollen, und vielleicht haben Sie sich aus einer Laune heraus dafür diesen Verlag ausgekuckt. Da zwei Drittel aller Deutschen, die lesen und schreiben können, auch an einem Roman, einer Kurzgeschichtensammlung oder zumindest einem Lyrikbändchen arbeiten, spricht schon die statistische Wahrscheinlichkeit dafür, daß sich ein gewisser Prozentsatz nach Kartaus verirrt. Die Chancen einer Veröffentlichung sind, selbstredend, gering. Winzig. Wie überall. Wer aber sein Manuskript an Kartaus schickt, darf sich zumindest sicher sein, daß es nicht ungelesen in den Müll wandert. Angesehen wird alles. Eine Bitte sei allerdings gestattet: Den Manuskripten wird Zeit und Aufmerksamkeit gewidmet, und das sollte genügen. Zumindest das Rückporto sollte einer Sendung beigelegt sein, als grundsätzliche Geste der Höflichkeit. Für einen Kleinverlag kann sich die Manuskriptschickerei schnell in einem Ausmaß bewegen, das sich im Rahmen der Druckkosten für ein Buch bewegt. Und das kann sich keiner leisten. Also: Wer kein Porto mitschickt, kriegt seine Schriften auch nicht wieder. So sieht's leider aus.